SAC Sektion Interlaken

SAC

Samstag 25. September 2021

Schon früh am Morgen trafen wir uns in Interlaken und machten uns bald auf, auf dem Weg nach Bern weitere Grüppchen aufzuladen. Nach 10 Stunden erreichten wir endlich die Gorges de la Jonte und trafen auf die restlichen Teilnehmer. Nach dem jährlich wiederkehrenden Kampf mit dem Esszelt konnte es endlich mit dem Lager los gehen.

Sonntag 26. September 2021

Patrick und Kaspar

Am ersten Tag nach der Befehlsausgabe gings in alle Richtungen. Nach dem nächtlichen Hagel waren wir alle optimistisch, dass es nur noch besser werden kann.

Die Geier umkreisten uns, und wollten an unser Mittagessen.

Am Abend beim Apero stürzten sich alle Teilnehmer in Geiermanier auf die wunderbaren Lachsbrötchen und referierten überschwänglich über den ersten Tag.

Auch die JO war fleissig im Klettergarten und übte abseilen und Stand bauen. Sogar die älteren Joler konnten noch was lernen. Am ersten Tag war nach dem Klettern noch genügend Energie für ein Krafttraining.

Montag 27. September 2021

Kenneth

Dölfs Luftuhr (Mätteli) weckt ihn immer rechtzeitig zum Morgenessen.

Ein Knall, hat die Jagd schon begonnen? Wir freuten uns schon alle auf ein Wildmenü am Abend. Beim Klettern entpuppte sich der Knall als Basejumper.

Im Sektor Reverend gibt es eine neue Route: Meiers Blutspur.

Der kulturelle Teil kam nicht zu kurz. Die Kleinsten im Lager, Jérôme und Valérie besuchten mit Papa einen Bauernhof und lernten viel Neues. Mit anschliessendem Besuch der Przewalski-Pferde.

Auch die JO hatten ihren Spass in der Gorges de la Jonte beim Klettern zweier Mehrseillängenrouten.

Nach erfolgreicher Bezwingung der Roche Décollée Südwand hatten die Jüngsten der Cracks-Gruppe noch nicht genug, und wollten ins Fitnessstudio. Um ihre französischen Luxuskörper zu stählen, gingen sie noch in den Sektor Body Building. Mit nacktem Oberkörper kletterten Kaspar und Kenneth ihre Routen, während Flavia fast verschmachtete und Beat seine Flugstunden beim Sichern sammelte.

Zum Nachtessen gab es statt ein Wildmenü zwei feine Risotto mit Salat. Vielen Dank Monika, dass du auch dieses Jahr den Kochlöffel schwingst.

Dienstag 28. September 2021

Irene

Heute war ein Gei(l)er Tag. Die JO ging mit Kaspar und Philippe in die Mehrseillängen und genoss das Abseilen. In einer brenzligen Situation verloren sie wertvolles Material, welches Kaspar in einer aufwändigen Rettungsaktion vor den Geiern bergen konnte.

Stef ärgerte sich, dass seine alte Exe immer wieder zu ihm zurückkommt.

Im Fusée beobachtete ein Gänsegeier argwöhnisch die fremden Fötzel, welche mühsam dem Top zustrebten. Mit letzter Kraft schwang sich der Vorsteiger zum Stand und schon kam er geflogen – der Geier.

Kurz vor dem Geiermuseum bestieg eine Gruppe Neuland. Mit Wirtschaftskunde beendeten wir den coolen Klettertag mit 20 flotten Bernern.

Mittwoch 29. September 2021

Stef

Während des Morgenessens feierten wir den 6. Geburtstag des zweitjüngsten Lagerteilnehmers.

Danach fand für die Mehrheit der Teilnehmer der Erholungstag im Klettergarten von Millau statt. Millau kannten dabei einige Teilnehmer bereits von vorgestern nach der verzweifelten Suche eines geöffneten Einkaufgeschäfts 😉 So kamen einige zweimal in den Genuss, die weltbekannte Brücke zu bestaunen.

Die JO ging Höhlenklettern an der Aiguille du Roc und übte das Laufen am kurzen Seil nach dem Abseilen. Einige hatten Schwierigkeiten in der 1. Seillänge, sich durch den Spalt zu zwängen. Das Wetter wusste nicht ganz, was es wollte, mal tröpfelte es und dann schien wieder die Sonne. Richtig nass wurde zum Glück niemand, allerdings war der Wind oben auf dem Gipfel doch sehr kalt.

Eine andere Gruppe kletterte im Sektor Reverand die Route Reverand und genoss das Kaminklettern.

Im Sektor Licorne wurde der Vorsteiger der einen Seilschaft wortwörtlich den Geiern zum Frass vorgeworfen; Gott sei Dank konnte er rechtzeitig durch die andere Seilschaft gerettet und in Sicherheit gebracht werden.

Nach „Le Bitard“ waren einige immer noch wild aufs klettern und beschlossen eine, wie Gröbli sagen würde, „vogelwilde Route“ in Angriff zu nehmen. Am Roche Decollée gingen sie die Zweitbegehung der „3D-Route“ an, die vollen Körpereinsatz forderte. Alle Techniken waren hier erlaubt. Ob robben, schlängeln, verklemmen, spreizen…der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.
Manch einer fragt sich vielleicht manchmal: Wie müssen sich eigentlich Keile und Friends fühlen?
Nun, wir wissen es jetzt…

Am Schluss des Tages wurden alle durch Monika und dem Kochteam mit feinen Älplermakronen verwöhnt.

Donnerstag 30. September 2021

Rosemarie

Bei der langen Warterei auf dem Zwischengipfel fehlte uns die Salami, welche sich schlecht schinten liess, da sie schon geschunten war. Auch in der Jo gab es Probleme: Beim Schinten und beim Klettern. Es mussten Ausbildungstagsmaneuver angewendet werden, wie z.B. Selbstaufstieg und Flaschenzug. Kenneth hatte seine Mühe bei der Standsuche.

Bei der Vase gab es ein unvorhergesehenes Techtelmechtel. Niemand weiss, was dann geschah.

Das Paradies ist schön und steil, die Gorges de la Jonte ist einfach geil – priis.

Die ganze Affenbande klettert durch die Wand, der eine macht den anderen kalt. Die ganze Affenbande brüllt: wer hat den Griff geklaut, wer hat den Griff geklaut (Das Motto der Gruppe Tarn).

Freitag 1. Oktober 2021

Isabelle

Gruppe Jérôme ist mit dem Kanu durch die Stromschnellen gefahren, die trotz wenig Wasser abenteuerlich genug waren.

Stef Urfer hatte ein gutes Händchen für den gordischen Knoten und Gruppe JO Cracks ging nochmals in den Angriff über: 4 Seillängen mit einem 6a. Das Training macht sich bemerkbar. Ein Bravo an alle JO Leiter.

In Chrigel’s Gruppe musste Beat den Lead übernehmen, auf Grund seiner Begehung der Aret West vor 16 Jahren. Der Blutspur von Gröbli und Stefan folgend, war das Finden des Weges kein Problem. Beim Abseilen vom Décollée vollführten Kenneth und Isa das parallele Abseilballet.

Samstag 2. Oktober 2021

Kaspaar

Nach dem Frühstück wurden zum letzten Mal die Klettergurten angeschnallt, die Finken geschnürt und geklettert. Fünf Gruppen verbrachten einen schönen Klettertag in verschiedenen Gebieten. In der Tarn stellte sich der oberste Stand als Sitz heraus. Philippe, wie der König auf dem Thron, wollte nicht von seinem Aussichtspunkt runter. Jetzt, da die Kamera nicht dabei war, flogen die Geier zu dreissigst um die Wette.

Wir danken dem ganzen Leiterteam für die reibungslose Organisation, für das Routenstudium, für das Guiding zum, am und vom Fels so wie die ausgezeichnete Stimmung. Wir freuen uns bereits auf das nächste Mal.

Sonntag 3. Oktober 2021

Bei regnerischem Wetter sind wir alle wieder gut nach Hause gekommen.

Zum Abschied wurde auf der Vase das Wasser erneuert und ein Strauss voll schöner Erlebnisse eingestellt.